Cats on the beach

Pfeil orange: Zelt-Übernachtung am See

Kreis grün:  Wanderung um NP Alerce Andino

Rot: Fähre

Stern gelb: Zelten am Strand

Sat

Fähre:

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MEIN Strand:

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Kaum war ich an diesem – meinem – gottverlassenen Strand, war ich  nicht mehr allein. Denn ein paar Katzenkinder kamen maunzend auf mich zu: Der Schwarze vorneweg, dann zwei Graue und ein Orangener. Offensichtlich total ausgehungert!

Hatte nichts außer Chouriço und Milchpulver:

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Das zweite Foto war teuer erkauft. Mir waren die Hände so kalt, dass mir danach das Handy zu Boden fiel. Was nützt einem die beste Schutzhülle auf einem Kieselstrand. F§$%&4!

Ließ das Zelt einen Spalt offen … und tatsächlich haben der Schwarze und ein Grauer bei mir im Zelt auf meinem Rücken übernachtet. Achhhhhhhh!

Am nächsten Morgen dann nochmal Milchpulver und Chouriço. Und dann ins Auto und weg mit einem mordschlechten Gewissen. Aber was soll man tun? Die waren keine Babys mehr, insofern müssen sie irgendwie überlebt haben. Das nächste Haus war einen Kilometer entfernt. Gehören die da hin?

Mit dem Auto runter nach Hualaihué, tolle Wanderung (nächster Blogbeitrag, gelber Kreis), dort übernachtet und am nächsten Morgen mit schlechtem Gewissen aufgewacht.

ICH KANN DIE DOCH DA NICHT VERHUNGERN LASSEN!

Katzenfutter gekauft und zurückgefahren. Der Orangene war nicht mehr da.

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Ich selbst machte mir einen Kaffee und las ein wenig. Als ich zurück zum Auto kam, war mein Auto besetzt – von schlafenden oder spielenden Katzen.

Wie soll ich da denn weiterfahren?

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Es ist ja nicht so, dass auf der Straße kein Verkehr ist. Auch ein paar Radfahrer sind vorbeigezogen und auch ein Fußgänger – ein alter, wahrscheinlich armer und wohl auch nicht ganz nüchterner Mann auf dem Weg zum Einkaufen.

Das restliche Futter regendicht (?) verpackt und an die Straße ein großes Pappschild:

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Ich hoffe hoffe hoffe, dass irgendein Tierfreund sie mitgenommen hat.

They are so cute! 

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NP Alerce Andino

Nach den Meeresfrüchten in Puerto Montt hinein in die Berge und einen Zeltplatz an diesem See gefunden:My Photo Stream - 1 von 10My Photo Stream - 2 von 10My Photo Stream - 3 von 10My Photo Stream - 4 von 10

Am nächsten Morgen zum Nationalpark Alerce Andino, berühmt für seine Bäume und seinen verwunschenen Feuchtwald:

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Hier die Wanderung mit viel mehr Bildern:

Wikiloc: Alerce Andino

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Nach dem „kleinen“ Walk erst mal eine Kaffee:

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Chile – Puerto Montt

Karneval in Rio: Feiern oder fliehen!

Ohne wirklich zu wissen, was mich erwartet, hatte ich einen Flug nach Puerto Montt in Chile – ca. ein Flugstunde südlich von Santiago – gebucht:

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Dort endet quasi das Straßensystem und von dort beginnen z.B. die Schiffstouren nach Süden zu Patagonien und Antarktis. Das würde ich auch gerne noch machen, aber das braucht mehr Planung. Diesen Urlaub hatte ich noch weniger geplant als jemals zuvor. Vom Satelliten-Bild erhoffte ich mir Wandern und Zelten in bergen und Wäldern:

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Und genau das habe ich auch bekommen. Alles in der Umgebung von Puerto Montt. Bin selten in einem Urlaub so wenig Auto gefahren, so oft gewandert, so oft gezeltet, … kurzum: Selten kam ich so erholt aus einem Urlaub zurück.

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Spät abends gelandet musste ich in Puerto Montt übernachten, eine größere Stadt, industriell geprägt, angeblich ohne große Attraktionen und ohne Charme.

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So übel fand ich die Stadt nicht, zumal ich einen großen Supermarkt gefunden hatte, indem ich ALLES bekommen habe, was ich brauchte! Von Methanol über Wanderstöcke zu Funktionsunterwäsche. Warum kann es so etwas nicht in Rio geben?

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Zudem – ich meide ja eigentlich Touristeninfos. Schleiche mich höchstens kurz rein, um nach Wanderkarten zu suchen. Wurde aber gleich geschnappt und zu einem Beratungsgespräch „gezwungen“. Ich erklärte dem jungen Mann, was ich in der Woche vor allem dies und das machen wolle … und er hat mich voll verstanden! Besorgte mir Pläne und Karten zu meinen Wanderungen, entwarf eine Rundreise durch Nationalparks, an die ich mich dann auch im Wesentlichen gehalten habe. Niemals zuvor eine so gute Beratung bekommen! Chapeau!

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So, nun noch schnell zum Höhepunkt des Tages: Der Fischmarkt Angelmó:

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Der Touriinfomensch hatte mich gewarnt. Klar würde ich dort vielen frischen Fisch bekommen, wenn ich aber – meinem Magen zuliebe – auf Nummer Sicher gehen wolle, solle ich zu einem Restaurant neben dem Fischmarkt gehen. Ich dachte an meine ersten Tage vor einem Jahr in Santiago, wo uns der Fischmarkt mal eben für 1 1/2 Tage flachlegte und gelobte, nicht noch mal den gleichen Fehler zu machen …

… bis ich dann am Ende des Marktes diese Stände fand:

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Das MUSSTE ich probieren. Drei Schälchen verdrückt mit rohem Meereskram, von dem ich weder den Namen kannte, noch irgendwie beschreiben kann, wie es schmeckt und sich im Mund anfühlt. Da war Zeug dabei … ich vermute, eine Nacktschnecke hätte mehr Kaukonsistenz!

Und der Magen hat’s verkraftet! Wahrscheinlich ist er letztes Jahr in Südamerika heimisch geworden. Immun for ever? Vamos ver!

Peru – Fazit

Reisezeit: Januar oder Juli?

Also, wie man auf vielen Bilder sieht und wie wir auch oft geschrieben haben: Strahlend blauen Himmel gibt es in den Anden im Januar nicht! Zelten und Wandern stark eingeschränkt; andererseits sind die Nächte im Juli (Winter, sternklarer Himmel) auch viel kälter.

Cusco im Regen hat aber auch etwas. Und wir hatten nie Probleme, irgendwo hinein zu kommen. Im Juli müssen viel mehr Menschenmassen unterwegs sein und es wäre wohl unmöglich gewesen, ohne lange vorherige Reservierung nach Machu Picchu zu kommen.

Auto und Straßen

Die Straßen sind die schlechtesten, die ich jemals gesehen und gefühlt habe. Brasilien ist dagegen ein Autofahrer-Traumland. Selbst auf gut aussehenden Teerstraßen muss man aufpassen: Es kann völlig unvermittelt ein riesiges Schlagloch kommen. Von den Schotterpisten oder Matschstraßen will ich gar nicht reden. Der Grund dürfte weniger die Finanzen sein, als vielmehr der Regen und die Frostsprengung in den Anden. Ohne 4WD wäre es nicht gegangen.

Reisen ohne Auto? Naja, ich bin ja ein großer Freund von der Individualität, die einem das Auto gibt. Aber manchmal ist das Rumgegurke echt ätzend. Insofern wäre, wenn man das gleiche nochmal machen wöllte, Folgendes eine Alternative.

5 Tage Mietauto rund um Arequipa.

Flug nach Cusco, dort zu Fuß, Zug/Bus nach Machu Picchu

5 Tage Mietauto rund um Cusco – Valle Sagrado

Mit dem Zug von Cusco nach Puno (250 $):

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Bus zurück nach Arequipa.

Cuisine

Von allen südamerikanischen Ländern mit Abstand das beste und spannendste Essen. Und das zu akzeptablen Preisen. Irgendwann fliege ich mit einem Satz Klausuren nochmals nach Cusco und klappere alle gute Restaurant ab – in den Korrekturpausen!

Menschen und Armut

In Rio sehe ich die Armut in den Favelas als Anhängsel an die „Zivilisation“. Auf dem Land in Brasilen sieht man „Neubauern“, die versuchen, sich eine Existenz aufzubauen. Aber Arme in Brasilien sind historisch gesehen immer Flüchtlinge/Entwurzelte aus den Plantagen und Regionen der Ostküste.

In Peru sieht man Dörfer, Menschen, Landschaften, die wahrscheinlich genauso auch schon vor hunderten von Jahren aussahen. Und auf die gleiche Art werden die Felder bewirtschaftet. Hier sieht man also eine verwurzelte lokale „Armut“, die aber auf mich auch einen Eindruck der Würde ausstrahlt. Es gibt keinen Großgrundbesitz, keine Plantagen. Die Menschen scheinen mit dieser Art Leben über die Runden zu kommen.

Der Vergleich Brasilien – Peru ist spannend. Würde ich gerne mehr drüber wissen. Wenn ich mal Zeit habe, …

 

 

Wüste und Sand

(Ist schon seltsam, jetzt in Rio nach dem Chile Urlaub nochmals zurück zu hüpfen nach Peru. Aber es fehlt noch eine Episode und ein Fazit.)

Vom Titicacasee sind wir in einem Tag hinunter gefahren zur Panamerikana, dort übernachtet und am nächsten Morgen auf dem Highway plötzlich einen Hügel gesehen, der bestiegen werden MUSSTE:

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Zwei grandiose Panoramen:My Photo Stream - 7 von 17My Photo Stream - 8 von 17

Was total faszinierend war, war dass wir diesen Hügel mehr oder weniger im Sturmschritt eroberten. Keine Probleme mit der Höhe, kein Atemschnappen, keine Kopfschmerzen. Man konnte einfach hoch rennen! Unglaublich!

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Und herunterrennen konnte man auch:

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Danach zum Strand …

Mit dem Auto …

Bis ganz runter zum Strand …

Und ich sag noch „Rune, pass auf!“

Aber es war zu spät!

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Das Bild ist nicht von unserem Auto. Leider haben wir zu Anfang kein Foto gemacht. Stellt euch also unter Auto …

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… vor mit allen vier Rädern durchdrehend, eingesunken so wie im Bild oben. Und nirgends eine Menschenseele zu sehen!

Na Super!

Was tun? Machen wir mal das Naheliegendste: Hinter jedem Rad den Sand wegschaufeln, die Fußmatten dahinter – wir wollen rückwärts raus, zu dem Teil des Strandes mit festerem Sand – und langsam Gas geben!

Und, was passierte? NIX! Die Räder drehen weiter durch und erfassen die Fußmatten überhaupt nicht.

Das ist der Moment, wo einem zum ersten Mal mulmig wird.

Was nun tun? Die Matten müssen irgendwie UNTER die Räder. (Zu dem Zeitpunkt war uns noch nicht der wahre Grund für das Problem bewußt.)

IDEE:

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Also bei den beiden Vorderrädern war das nicht so schwer. Man musste allerdings wirklich eine Menge Sand wegschaufeln um den Wagenheber anzusetzen. Wir sammelten alles vom Strand, was man irgendwie unter die Räder packen konnte:

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Dabei wurde auch das ganze Auto ca. 10 cm hochgehoben. Jetzt noch mal das ganze für die Hinterräder? Oder kann man sich das sparen?

Wir beschließen, das nicht zu riskieren. Wurde aber ätzend, da die Stelle zum Ansetzen des Hebers direkt bei der Achse ist, wo wir nicht hinkommen. Wir versuchten es weiter vorne und rutschten dabei zweimal ab, so dass der Wagen wieder auf den Sand klatschte. Und dadurch entdeckten wir dann die wahre Ursache unseres Problems: Das Auto bewegte sich deshalb nicht, weil es wie ein Schiff auf Grund lag! Die Räder drehten nicht deshalb durch, weil sie keinen Grip hatten, sondern weil sie quasi in der Luft hingen.

ERGO: Wir müssen alle Räder hochbocken und auch möglichst viel Sand vom Unterboden wegschaufeln (ohne Schaufel, versteht sich).

So sah es dann auch getaner Arbeit – insgesamt 3 Stunden – aus:

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Es klappte im ersten Versuch.

Ich war selten soooooo erleichtert!

Rückblickend wird diese Befreiung als eine heroische Heldentat in der Erinnerung verbleiben – wenn es einem gelingt den Flop des In-den-Sand-Fahrens auszublenden.

Danach ein Bad im Pazifik:

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Halbinsel Titilaca

Wir verlassen Puno und fahren noch ein wenig am Titicacasee entlang.

Grün: Das war die Insel Taquile. Rot: Ziel die Halbinseln Titilaca.

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Grün: Hier wird erst einmal im Titicacasee gebadet. (Freezing cold!)

Titicaca 2

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Gelb: Hier gibt es eine faszinierende Gesteinsformation: Konglomerat um 45° gekippt. Ergibt eine ziemlich gerade Küstenlinie und war super zum Kraxeln:

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Die ganze Tour mit Bildern wieder auf:

Wikiloc: Konglomerat

Danach war der Tag im Prinzip schon gelaufen und wir suchten einen Platz zum Zelten. Gefunden haben wir den in dem roten Gebirgszug (siehe roter Pfeil). Kleines Problem: Irgendwann hat es dann heftigst gewittert, und als die Zeit zwischen Blitz und Donner weniger als 3 Sekunden wurde, sind wir dann doch ins Auto geflüchtet. Ein Blitz muss ziemlich in der Nähe eingeschlagen haben (Zeitdifferenz: 0 s). Habe leider am Morgen vergessen nachzusehen, wo das war. Nach dem Gewitter wieder zurück ins Zelt. Ach ja, war nicht nur Gewitter, hat auch tierisch gehagelt:

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Titicacasee

23. Januar

Blick vom Hotel:

Wir haben einen Tagesausflug auf dem See gebucht. Zuerst geht es zu den schwimmenden Inseln – gebaut aus Schilf. Auf jeder Inseln wohnt eine Familie/Sippe. Es gibt einen Präsidenten, der jeden Tag bestimmt, welche Inseln von den Touristen besucht werden. Die Inseln haben auch sonst einen besonderen rechtlichen Status, wie zum Beispiel eine eigene Gerichtsbarkeit in kleinen Fällen.

Danach ging es zu einer richtigen Insel: Taqulie. Die Einwohner stellen noch immer auf traditionelle Weise Stoffe und Kleidung her. Deshalb ist auch die Insel und ihre Kultur zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden.

Leider habe ich vergessen, von den Vorführungen zur Kleiderherstellung Fotos zu machen. Aber Fotos von Wolken! Ich habe lange nicht mehr so faszinierende Wolken gesehen wie auf dem Titicacasee:

Chullpas bei Sillustani

Kurz vor Puno auf einer Halbinsel in einem kleinen See findet sich eine Grabstätte – mal wieder – die sich als unerwartetes Highlight entpuppte.

Für die vorgelagerte Touristenanlage muss der zuständige Minister entweder einen Orden erhalten haben oder er wurde für zu viel Initiative verjagt. Ebenfalls ein Novum: überall Hinweistafeln mit Informationen!

Hier in dieser Gegend wurden die Menschen in Türmen (Chullpas) bestattet, die unten einen kleinen Zugang haben. Wahrscheinlich ein Turm pro wohlhabender Sippe.

Wenn man Glück/Pech hat, trifft man auch noch auf Mumien:

Zur Zeit der Inka wurden die Grabtürme höher und edler:

Hier noch ein nicht fertig gestellter Chullpas mit Rampe:

Und das ist dann der Rundumblick für die Toten:

Höhenkrankheit

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf große Höhen. Insofern kann ich hier nur meine persönlichen Erfahrungen darstellen. (Bei Rune war es teilweise ganz anders.)

Nach meinen negativen Erfahrungen letztes Jahr in Chile war mein Plan, in Arequipa zu beginnen, die Höhe langsam zu steigern bis Cusco um letztlich problemlos den Titicacasee zu meistern. Ganz geklappt hat der Plan nicht.

7. /8. Arequipa (2400 m)

9. Zelten (3500 m)

Wollten eigentlich tiefer schlafen ging aber nicht: Geringer Kopfschmerz 1, ungewohnte Schlafstörungen 1

10. Chivay (3650 m)

Nur ungewohnte Schlafstörungen 1

11. Chicay (3650 m)

Lange Wanderung in der Hochebene von 4500 m auf 5000 m. Ganz langsam, keuchen, Babysteps. Bergauf nur leichte Kopfschmerzen 1. Bergab und später wurden die Kopfschmerzen stärker 2,5. Dazu Appetitlosigkeit 1 und schwere Schlafstörungen 2. Fazit für mich: 4 Tage Höhen-Akklimatisation sind zu wenig.

12. Equinar (3900 m) Tiefstmöglicher Punkt (!) auf der Route.

Morgens entspannt, Therme, nur Autofahrtag. Deshalb trotz der bisher höchsten Übernachtung nur ein paar Schlafstörungen 0,5

13. / 14. / 15. Cusco (3500 m)

Keine Probleme, nur häufiger Harndrang in der Nacht (wie bei fast allen Übernachtungen in der Höhe.)

16. Zelten (3300 m)

17. / 18. Aguas Calientes (2000 m)

19. Zelten (3200 m)

20. Zelten (4400 m)

Das war die schlimmste Nacht. Kopfschmerzen keine, aber völlige Schlaflosigkeit 3. So eine Nacht hatte ich letztes Jahr in Chile auch einmal auf 3800 m Höhe. In der Höhe braucht man eine höhere Atemfrequenz. (Die Tibeter sind das einzige Volk der Erde, die dies sogar genetisch verankert haben. Bei den Inkas ist das nicht so.) Das muss man zum Teil bewußt steuern. Wenn man nun einschlafen will, geht die Atemfrequenz wieder nach unten und dann kam bei mir immer der Punkt, dass ich tief Luft schnappen musste … und ich war wieder wach – bzw. immer noch wach.

Da ich irgendwo mal gelesen hatte, dass Leute dann im Schlaf nicht mehr aufwachen (Mythos?), kann ich nicht sagen, ob das ständige tiefe Luftschnappen eine Reaktion meines Körpers oder eine Panikattacke meines Geistes war.

Ich hatte eigentlich damit gerechnet, inzwischen genug an die Höhe angepasst zu sein. Entweder die beiden Tage auf 2000 m haben etwas dieser Anpassung zunichte gemacht (was ich aber für unwahrscheinlich halte) oder die 4400 m waren für mich dann doch zu hoch. Man merke auch an, dass wir an diesem Tag nichts körperlich anstrengendes gemacht haben. (Rune hatte diese extremen Probleme nicht.)

21. Lampa (3900 m)

Zweite große Wanderung wieder auf 5000 m Höhe. Danach mäßiger Kopfschmerz 2, der aber bis zum Abend auf Null runter ging. Abends in Lampa gut und viel gegessen, dann gut Eingeschlafen, aber ab 1:00 wieder total wach und das gleiche Spielchen, wie die Nacht zuvor. Gerädert am nächsten Tag.

Was tun? Der Titicacasee lag vor uns und war mit 3800 m der tiefste Punkt im ganzen Umland. Ein Absteigen auf tiefere Höhen hätte bedeutet, den Titicacasee wegzulassen und direkt wieder nach Arequipa zu fahren. Dabei wollte ich eigentlich entweder auf den schwimmenden Inseln oder auf einer der festen Inseln im See übernachten.

Fest steht, die Kopfschmerzen kommen bei mir mit körperlicher Anstrengung. Bei den Schlafproblemen bin ich mir sicher (Rune würde dem zustimmen), dass die auch kommen bei geistiger Anstrengung bzw. Stress wie langes nerviges Autofahren. Die Tage 20. und 21. waren solche Tage. Der Autofahrtag am 12. hingegen (wo wir auch auf 3900 m übernachteten) war ein entspannter Fahrtag.

Insofern war meine Hoffnung, mit einem Ruhetag in Puno mit einem super Hotel die Probleme in Griff zu kriegen.

22. / 23. Puno (3800 m)

Gottseidank wenig Schlafprobleme. Hoffnung erfüllt.

24. Zelten (3800 m)

25. Zelten (1450 m)

26. Mollendo (0 m)

27./28./29. Arequipa (2400 m)

30. (morgen) Abflug zurück nach Rio.

Rainbow Mountain

20./21. Januar. Wir hatten in Cusco bei Reiseveranstaltern Bilder gesehen von einem Rainbow Mountain, von dem in keinem unserer Reiseführer etwas steht. Nach ein wenig Internetrecherche den Ort gefunden. Liegt etwas abseits, aber auf dem Weg von Cusco nach Puno. Nix wie hin. Der 20. vormittags war insofern ein reiner Autotag.

134 km können in Peru sehr sehr lang sein. Am frühen Nachmittag erreichten wir die Passstraße zum Mountain:

Tja, Regenzeit. Gottseidank waren wir nicht auf der anderen Seite gefangen. Also verabschieden wir uns vom Rainbow Mountain und beschließen, die Talstraße weiter zu fahren zu eine angeblich wunderschönen Lagune im Altiplano.

Das ist dann der Punkt, wo wir umgekehrt sind. Leider habe ich kein Bild von der Straße gemacht, aber trotz 4WD war uns die Piste zu matschig – immer mit der Gefahr, über die Böschung zu rutschen. Da die Zeit inzwischen weit fortgeschritten ist, beschließen wir, zu der Stelle zurück zu fahren, wo es zum Rainbow Mountain hochgeht, dort irgendwo zu zelten und am nächsten Morgen den Aufstieg (die Auffahrt) erneut versuchen.

Zeltplatz. P.S. Ich Vergleich zu jetzt sieht das Auto hier noch sauber aus …

Der Plan hat funktioniert. Alle Fotos und Daten zur Wanderung (Ächz, Keuch) findet ihr hier:

Wikiloc: Rainbow Mountain

Hier die Panoramabilder dazu: