Rio Abobral – Tag 1

Zu sagen: „Wir verlassen jetzt die Zivilisation“ trifft es nicht richtig angesichts unseres rustikalen Campingplatzes – aber irgendwie dann doch. Kurz nach dem Frühstück wurden wir vor der Haustür – am Fluss Abobral – abgeholt von Fabian (Guide und Dolmetscher) und Leandro (Navigator und Koch). Fabian mit uns in Kajaks, Leandro mit allem Gepäck in einem Motorboot meist weit hinten außer Sicht- und Hörweite.

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Ziel ist es, den Abobral nach Westen zu paddeln, bis man auf den großen Strom Paraguai stößt und von dort nach Norden zu dem Örtchen Porto Manga:

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Wir starten bei (6) und wollen zur (1):

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Unsere Lieblingsvögel wurden die Eistaucher, größer als in Deutschland, aber genauso schwer vor die Linse zu bekommen.

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Wovon es Massen gibt, das sind die Kormorane. Sitzen auf einem Baum und wenn man näher kommt fliegen sie weg – nach vorne. Ein paar Minuten später hat man sie wieder und wieder fliegen sie weg. Dabei werden es immer mehr, so dass man schließlich den Eindruck hat, man würde eine Bugwelle von Kormoranen vor sich her treiben.

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Zu Anfang gab es noch Ufer rechts und links von uns. Das verschwand nach und nach. Eigentlich dachte ich, wir kämen zu Beginn der Trockenzeit und die Wasserpegel seien schon etwas gefallen. Dem war aber nicht so. Im Gegenteil, wir hatten Höchststand.

So um 15 Uhr kamen wir an diesen Platz. Eine Anhöhe mit ein paar Quadratmetern trockenes Land. Unsere Guides meinten, das sei unser Platz für die Übernachtung. Stefan und ich wollten aber gerne noch etwas weiter. Die beiden diskutieren, meinten dann aber, es sei besser hier zu bleiben. Die nächste trockene Stelle sei noch sehr weit weg. Das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung – am nächsten Tag merkten wir, dass das noch gut 2 bis 3 Stunden gewesen wären.

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Tja, was macht man noch so früh am Tag?

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Sei völlig ungefährlich. Kaimane würden immer abhauen. Und bei dem hohen Wasser gäbe es auch nur wenige Piranhas, und die würden nur interessiert sein, wenn man z.B. eine blutende Wunde hätte.

Inzwischen hatten die beiden etwas hinter dem Zaun entdeckt:

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Nach dem Baden sollten wir uns nützlich machen und das Abendessen besorgen:

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Mein Fisch sei leider nur für eine Suppe gut, aber nicht zum Grillen. Lecker seien Piranhas. Sagte es, nahm die Angel, ein Stück Fleisch, warf die Angel rein … keine 10 Sekunden später: Viola: Ein Piranha! Stefan und ich guckten uns an: Okay, das ging jetzt doch sehr schnell … Ich dachte hier seine nicht so viele!

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Ich muss allerdings hinzufügen, dass es bei diesem einen Fisch blieb. Ich versuchte noch eine knappe Stunde lang, einen weiteren zu fangen, was mir aber gründlich mißlang. Bin eben Pädagoge und nicht Fischer! Egal, dann erkundet man noch ein wenig die Gegend:

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Dann wurde üppigst gegrillt und gespeist. Und dann wurden wir verspeist.

Es gibt von dem weiteren Tag keine Fotos mehr – eigentlich schade. Wir wussten, die Moskitos würden kommen. Aber am Campingplatz Santa Clara war das eher harmlos gewesen. Und nach Ende der Dämmerung war es im Wesentlichen auch vorbei.

ABER HIER NICHT!

Drei verschiedene Sprays und Repellents – gefühlter Effekt: Nix! Oder mathematische ausgedrückt: Selbst wenn diese Mittelchen 95% der Moskitos abhalten, so sind die restlichen 5% immer noch verdammt viele! Wo kommen die nur alle her? Offensichtlich sind wir im Umkreis von Meilen die einzigen warmblütigen Leckerbissen.

Irgendwann war dann Schluss mit lustig und wir sind um 19 Uhr ins Zelt. Das an sich war ein logistischer Akt! Denn inzwischen waren bereits hunderte im Vorzelt versammelt, so dass es unmöglich war, ohne Viecher ins Innenzelt zu kommen. Die nächsten 20 Minuten verbrachten wir dann im Innenzelt mit einer gezielten Killorgie. Die Buchzuklapp-Methode erwies sich als sehr effektiv. Ihr solltet mal die Buchseite in Stefans Buch sehen.

Stefan schaffte es, die Nacht im Zelt ohne Klogang zu überstehen. Ich nicht. Und ich kann euch sagen: Auch nachts um drei waren sie alle alle noch da! ARGHH!

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Santa Clara – „Unternehmungen“

Zum Frühstück – ohne Reis und Fejão – lässt man den Foto besser nicht aus der Hand.

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Nun bleibt es erst einmal auf dem Gelände und es kommt das, worauf ich mich 20 Jahre lang gefreut habe … („Hu“a!“ würde der Ausguck der Piraten in Asterix sagen.)

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Auf dem Rückweg von diesem … tollen Ausritt – Aufregung! Bewegung! Foto raus! Ein kleiner Ameisenbär flüchtet vor uns auf einen Baum. Fotomodell wider Willen!

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(Das sind nur die 4 besten Bilder. Hatten dazu wohl knapp 100!)

Nach dem Mittagessen – mit Reis und Fejão – geht es auf Jeep-Safari. Kaimane quasi an jeder Brücke und auch – oh! – dort, ein Tukan. Oha! Noch ein Tukan – und da, noch einer …

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Dann sieht unser Guide „Adlerauge“ hinter einer Baumreihe in ziemlicher Entfernung einen großen Ameisenbär:

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Kommt leider auf Fotos nicht so gut rüber – zumindest bei den Fotoapparaten, die wir besitzen. Danach wird abgestiegen und es geht in ein „Wäldchen“. Und tatsächlich sehen wir auf mehreren Bäumen weit oben einige große Affen:

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Mein Lieblingsbild:

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Es wird dämmerig, als wir zum Jeep zurückkommen. Es großer Scheinwerfer wird an die Auto-Batterie angeschlossen und wir sehen noch ein paar kleine Rehe (ruckzuckweg), ein Gürteltier (auch schnell wieder weg) und eine Schlange (nicht ganz so schnell):

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Um Acht zurück zum Abendessen  – mit Reis und Fejão!

Santa Clara – Ankunft im Pantanal

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Nach Bonito folgten vier Tage Pantanal – die große Wasser-Sumpf-Landschaft im Matto Grosso. Die Gegend hier liegt weit landeinwärts, aber nur etwas mehr als 100 m über Meeresniveau. Das Wasser, welches hier von allen Seiten hinein fließt, kann nur langsam nach Süden abfließen im Rio Paraguay. Der endet schließlich bei Buenos Aires im Atlantik. Diese vier Tage hat Martin Arn von GoPantanl für uns organisiert komplett mit Transfers, Unterkünften, Ausflügen und Führern:

Webseite: GoPantanal

Nach dem Frühstück ging es 1 Stunde in einem Fiat Duplo nach Norden. Café-Pause. Warten auf den „Bus“. Mit einem Mercedes Transporter mit einem weißhaarigen Fahrer wie aus dem Bilderbuch, der anscheinend jeden Tag einmal von Campo Grande nach Corumbá und zurück fährt, ging es dann weiter 1 Stunde nach Westen. Umsteigen in ein 4WD. Wir überqueren den Miranda – ab hier sind wir im Pantanal:

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Unser Ziel ist die Pousada und Camping Lodge Santa Clara:

Webseite: Santa Clara

Die Pousada sieht so aus:

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Hier sind wir aber nicht, sondern einen knappen Kilometer weiter im Abschnitt „Camping“. Da waren wir erst skeptisch, war aber ein Glücksgriff. Liegt direkt an einem Fluss und die ersten weiteren Besucher sind auch schon da.

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Das Haupthaus hat oben einen Schlafsaal. Wir waren aber in der ersten Nacht alleine da! Ähem, die Sachen da gehören alle uns – will sagen: alle Stefan, welcher drei Betten in Beschlag nahm. Unten gibt es einen offenen Kochbereich, wo für uns alleine am Abend gekocht wurde: Nudeln, Huhn und natürlich Reis und Bohnen (fejão). Die Bar daneben war auch geöffnet – nur für uns.

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Zum Campingplatz gehört ein – quasi zahmes Haustier. War immer da und hat immer aufgepasst auf uns:

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Der Anreisetag an sich war schon sehr ereignisreich. In der Dunkelheit ging es dann noch auf eine einstündige Bootsfahrt den Fluss hinauf. Natürlich immer auf der Suche nach Jaguaren – aber die sieht man nie. Trotzdem sehr spannend – leider aber nicht sehr fotogen: reflektierende Kaiman-Augen über der Wasseroberfläche.

Vögel gibt es hier wahrlich genug und die Fahrt führte an einem Schlafplatz vorbei von Hunderten, ach was: Tausende von wieauchimmerdieheißen. Sitzen da alle rum und pennen:

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Bonito – Boca da Onça

Dritter Ausflug in Bonito zum „Maul des Jaguars“ (Boca da Onça).

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Das Wetter wird endlich besser; genau richtig für diesen Wanderausflug hinunter in ein verwunschenes Tal mit unzähligen Wasserfällen. Wir fahren fast eine Dreiviertel Stunde bis wir an der Eco-Station ankommen. Die Fazenda sieht recht nett aus!

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Am Anfang teilt sich die Gruppe in zwei Teile: Die, die in die Schlucht hinunter wandern werden, und die, die – nun ja – „hinunter schweben“.

Auch hier gibt es wieder zuerst ein Sicherheitstraining. Da sind wir ja inzwischen alte Hasen:

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Zum Startort geht es mit dem Pickup. Aufundabsteigen aber bitte per Treppchen! Man sieht hier auf den Bildern gut das, was ich meinte, dass es wie die afrikanische Savanne aussieht.

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Noch ein kurzer Gang auf dem Hochplateau und dann … tja, willkommen ihr Schwindelfreien!

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90 Meter in die Tiefe. Au Weia! Und dann öffnet sich die Falltür und wir übergeben unser Schicksal in ein Stahlseil:

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Wer das Ganze als Werbevideo sehen will:

Webseite „Boca da Onça“

Unten in dem Tal gibt es dann nur grünen Wald und einen Pfad …

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… und Wasserfälle. Der erste ist gleich der berühmteste, denn von diesem kommt der Name der Fazenda. Na, findet ihr im ersten Bild das Maul des Jaguars?

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Manche Touristen würden für ein gelungenes Foto (Wasserfall und Abseilturm) wohl alles tun.

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Man kann hier auch ins Wasser gehen, aber weil es so früh am Tag doch sehr kühl ist, macht das niemand. Und unser Guide meint auch, der beste Platz zum Baden sei der letzte Wasserfall – Recht hatte er (siehe später). Erst mal genießen und dann weiter am Bach entlang –  genießen – bis zu einer kleinen Imbissstation:

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Nun geht es ein Seitental wieder hinauf und dabei an vier weiteren Wasserfällen entlang. Hier Nummer 2 mit und ohne doofem Touri:

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Nummer 3 mit dem bezeichnenden Namen „Fantasma“ = „Ghost/Geist“

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Nummer 4:

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Und zum Schluss Nummer 5 – der zum Baden!

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Wie kommt man da hinunter? Nein, nicht springen. Zurückgehen:

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Und wenn man hier weiter geht – ja, genau, immer weiter unter dem Stein durch …

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… man kann sich an dem Seil hindurchziehen und dann ist man wirklich da! Welch ein Spaß!

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Jetzt noch ein paar Impressionen vom Rückweg:

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Sehr, sehr empfehlenswert! Abschließend gab es hier noch ein gutes Buffet.

Bonito – Abismo Anhumas

Am zweiten Tag stand die Tropfsteinhöhle „Abismo Anhumas“ auf dem Plan. In die läuft man aber nicht hinein, sondern man muss sich abseilen (!)

Dazu muss man am Abend vorher ein Sicherheitstraining im Ort in einer Art Kletterhalle machen. Beim dritten Bild sieht man mich eine Technik austesten, bei der man sich selbst hochhievt: In gehockter Stellung die Hände mit dem „Schieber“ nach oben, dann den Körper strecken und man wuchtet sich hoch – idealerweise kommt dabei die Kraft aus den Beinen und nicht aus den Armen.

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Diesmal dauert die Taxifahrt eine halbe Stunde, dann sind wir da. Hier das Loch in der Erde – da geht es runter:

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Aus Sicherheitsgründen darf man sich nie alleine Abseilen, sondern immer nur zu zweit. Am Anfang ist es sehr eng und man muss sehr aufpassen. Dann geht es leicht – nur bei mir irgendwie nicht: Ich brauche unglaublich viel Kraft, um den Schieber zu lösen, so dass wir nach unten gleiten. Keine Ahnung, ob ich dazu zu doof war, auf jeden Fall hatte ich einen guten Krampf in meiner linken Hand, als wir unten waren.

So sieht es dann aus, wenn man unten ist:

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So sieht das auf dem Werbebild aus. Mag sein, dass das heller wird, wenn draußen die Sonne scheint, aber so leuchtend hell … ?

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Es dauert eine ganze Weile bis Alle und alles Gepäck unten ist. Denn auch hier kann man nicht herumlaufen, sondern nur … schnorcheln. Wir werden wieder in Neopren gepackt; diese Mal aber quasi als Ganzkörperkondom von den Zehen bis zu den Haaren. Leider haben wir beide vergessen Fotos zum machen. Und auch vom Schnorcheln gibt es keine Bilder. (Wenn ich mich recht erinnere, war Stefans Unterwasserkamera am Vortag undicht geworden und schlummerte nun im Hotel in einer Schachtel mit einem Kilogramm Reis.)

Vom Schnorcheln hatten wir uns mehr versprochen. Wir mussten quasi immer dem Führer hinterher schwimmen, denn nur der hatte eine Unterwasser-Taschenlampe und zeigte uns damit den Unterwasserteil der Höhle. Wenn man ein paar (!) Euro mehr ausgibt, kann man auch tauchen – und vielleicht sieht das dann so aus, wie auf diesem Werbebild:

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Das dauerte ungefähr eine halbe Stunde. Danach wurde man nochmals in ein Schlauchboot gesetzt und man sah die Tropfsteinhöhle nun in seiner ganzen Schönheit:

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Wer runter will, muss auch wieder rauf! Zwei ältere Japanerinnen wurden hochgezogen, wir mussten („durften“ aus Stefans Sicht) aus eigener Kraft hoch. Noch bin ich guter Dinge. Gestern klappte das eigentlich beim Training ganz gut.

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Aber 72 Meter (!) mit dieser Technik nach oben ist dann doch etwas anderes. Am Anfang war Stefan noch über mir, so dass mir andauernd seine Seile in die Quere kamen. Als wir dann gewechselt haben, wurde es besser. Trotzdem braucht man schon viel Kraft aus den Armen heraus. Das Hochhieven aus den Beinen geht leider nicht senkrecht nach oben, sondern immer auch seitlich, so dass man mit den Armen viel Stabilisieren und Geraderichten muss (oder ich mache was falsch). Wie auch immer: Ich war echt erledigt als wir wieder oben waren.

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Dafür schien zum ersten Mal die Sonne.

Wir waren uns beide hinterher nicht einig, ob diese Aktion nun ein Top oder ein Flop war. Die Erfahrung mit dem Abseilen, dem Schnorcheln und dem wieder Hochhieven will ich nicht missen. Aber bezogen auf die Erwartungen (siehe Werbebilder) und den Preis (910 R$ pro Person) war es zu wenig.

 

Bonito – Aquario Natural

Drei Wochen Reisen durch Brasilien. Den Anfang machte Bonito, ein kleiner sehr touristischer Ort in Mato Grosso de Sul tief im Westen, aber noch südlich des Pantanal – zu der Region kommen wir später noch. Hier aber schon einmal ein paar Bilder aus dem Flugzeug zur Einstimmung.

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Die hügelige Gegend rund um Bonito sieht dagegen völlig anders aus. Eine leichte Hügellandschaft mit Mais und Viehzucht – manchmal fühlt man sich an die afrikanische Savanne in der Regenzeit erinnert.

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Was Bonito so bonito macht, ist der Untergrund: Kalkstein! Unser erstes Ziel: eine flutuação – oder auf Deutsch: Schnorcheln im „Aquario Natural“ 10 min Taxifahrt. Als erste Attraktion sind da erst einmal die Affen auf dem Gelände.

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Ihr habt es auf den Bilder schon gesehen: Gutes Wetter hatten wir nicht am Anfang. Es war sogar ausgesprochen kalt mit 13 °C Lufttemperatur – im Wasser zumindest 20°C. Weil man aber auch bei 20°C Wassertemperatur auskühlt, wird man in Neopren eingepackt:

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Letzteres Bild zeigt meine „Technik“ beim Schnorcheln als Brillenträger. Nicht perfekt, richtig scharf sehe ich nur auf einen Meter – aber besser als nichts.

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Jetzt wird erst einmal gelaufen zu einer Stelle, an der klares reines Wasser aus dem Boden kommt. Kalk und Magnesium sorgen dafür, dass Schwebeteilchen ausgefiltert werden, so dass man unter Wasser fantastische Sichtverhältnisse hat.

Seht und staunt!

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Die „Gelbflossen“ haben zwar dominiert, aber es gab auch noch ein paar andere Arten:

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Die meisten Fotos haben wir von dem professionellen Fotografen abgekauft, die letzteren sind von Stefan. Als er das letzte Foto unserem Führer zeigte, war er erst verwirrt, dann verdutzt und dann hellauf aus dem Häuschen. Das, was wie eine kleine Wasserschlange aussieht, war eine echte Anaconda im Babystadium.

Cats on the beach

Pfeil orange: Zelt-Übernachtung am See

Kreis grün:  Wanderung um NP Alerce Andino

Rot: Fähre

Stern gelb: Zelten am Strand

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Fähre:

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MEIN Strand:

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Kaum war ich an diesem – meinem – gottverlassenen Strand, war ich  nicht mehr allein. Denn ein paar Katzenkinder kamen maunzend auf mich zu: Der Schwarze vorneweg, dann zwei Graue und ein Orangener. Offensichtlich total ausgehungert!

Hatte nichts außer Chouriço und Milchpulver:

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Das zweite Foto war teuer erkauft. Mir waren die Hände so kalt, dass mir danach das Handy zu Boden fiel. Was nützt einem die beste Schutzhülle auf einem Kieselstrand. F§$%&4!

Ließ das Zelt einen Spalt offen … und tatsächlich haben der Schwarze und ein Grauer bei mir im Zelt auf meinem Rücken übernachtet. Achhhhhhhh!

Am nächsten Morgen dann nochmal Milchpulver und Chouriço. Und dann ins Auto und weg mit einem mordschlechten Gewissen. Aber was soll man tun? Die waren keine Babys mehr, insofern müssen sie irgendwie überlebt haben. Das nächste Haus war einen Kilometer entfernt. Gehören die da hin?

Mit dem Auto runter nach Hualaihué, tolle Wanderung (nächster Blogbeitrag, gelber Kreis), dort übernachtet und am nächsten Morgen mit schlechtem Gewissen aufgewacht.

ICH KANN DIE DOCH DA NICHT VERHUNGERN LASSEN!

Katzenfutter gekauft und zurückgefahren. Der Orangene war nicht mehr da.

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Ich selbst machte mir einen Kaffee und las ein wenig. Als ich zurück zum Auto kam, war mein Auto besetzt – von schlafenden oder spielenden Katzen.

Wie soll ich da denn weiterfahren?

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Es ist ja nicht so, dass auf der Straße kein Verkehr ist. Auch ein paar Radfahrer sind vorbeigezogen und auch ein Fußgänger – ein alter, wahrscheinlich armer und wohl auch nicht ganz nüchterner Mann auf dem Weg zum Einkaufen.

Das restliche Futter regendicht (?) verpackt und an die Straße ein großes Pappschild:

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Ich hoffe hoffe hoffe, dass irgendein Tierfreund sie mitgenommen hat.

They are so cute! 

NP Alerce Andino

Nach den Meeresfrüchten in Puerto Montt hinein in die Berge und einen Zeltplatz an diesem See gefunden:My Photo Stream - 1 von 10My Photo Stream - 2 von 10My Photo Stream - 3 von 10My Photo Stream - 4 von 10

Am nächsten Morgen zum Nationalpark Alerce Andino, berühmt für seine Bäume und seinen verwunschenen Feuchtwald:

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Hier die Wanderung mit viel mehr Bildern:

Wikiloc: Alerce Andino

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Nach dem „kleinen“ Walk erst mal eine Kaffee:

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Chile – Puerto Montt

Karneval in Rio: Feiern oder fliehen!

Ohne wirklich zu wissen, was mich erwartet, hatte ich einen Flug nach Puerto Montt in Chile – ca. ein Flugstunde südlich von Santiago – gebucht:

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Dort endet quasi das Straßensystem und von dort beginnen z.B. die Schiffstouren nach Süden zu Patagonien und Antarktis. Das würde ich auch gerne noch machen, aber das braucht mehr Planung. Diesen Urlaub hatte ich noch weniger geplant als jemals zuvor. Vom Satelliten-Bild erhoffte ich mir Wandern und Zelten in bergen und Wäldern:

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Und genau das habe ich auch bekommen. Alles in der Umgebung von Puerto Montt. Bin selten in einem Urlaub so wenig Auto gefahren, so oft gewandert, so oft gezeltet, … kurzum: Selten kam ich so erholt aus einem Urlaub zurück.

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Spät abends gelandet musste ich in Puerto Montt übernachten, eine größere Stadt, industriell geprägt, angeblich ohne große Attraktionen und ohne Charme.

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So übel fand ich die Stadt nicht, zumal ich einen großen Supermarkt gefunden hatte, indem ich ALLES bekommen habe, was ich brauchte! Von Methanol über Wanderstöcke zu Funktionsunterwäsche. Warum kann es so etwas nicht in Rio geben?

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Zudem – ich meide ja eigentlich Touristeninfos. Schleiche mich höchstens kurz rein, um nach Wanderkarten zu suchen. Wurde aber gleich geschnappt und zu einem Beratungsgespräch „gezwungen“. Ich erklärte dem jungen Mann, was ich in der Woche vor allem dies und das machen wolle … und er hat mich voll verstanden! Besorgte mir Pläne und Karten zu meinen Wanderungen, entwarf eine Rundreise durch Nationalparks, an die ich mich dann auch im Wesentlichen gehalten habe. Niemals zuvor eine so gute Beratung bekommen! Chapeau!

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So, nun noch schnell zum Höhepunkt des Tages: Der Fischmarkt Angelmó:

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Der Touriinfomensch hatte mich gewarnt. Klar würde ich dort vielen frischen Fisch bekommen, wenn ich aber – meinem Magen zuliebe – auf Nummer Sicher gehen wolle, solle ich zu einem Restaurant neben dem Fischmarkt gehen. Ich dachte an meine ersten Tage vor einem Jahr in Santiago, wo uns der Fischmarkt mal eben für 1 1/2 Tage flachlegte und gelobte, nicht noch mal den gleichen Fehler zu machen …

… bis ich dann am Ende des Marktes diese Stände fand:

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Das MUSSTE ich probieren. Drei Schälchen verdrückt mit rohem Meereskram, von dem ich weder den Namen kannte, noch irgendwie beschreiben kann, wie es schmeckt und sich im Mund anfühlt. Da war Zeug dabei … ich vermute, eine Nacktschnecke hätte mehr Kaukonsistenz!

Und der Magen hat’s verkraftet! Wahrscheinlich ist er letztes Jahr in Südamerika heimisch geworden. Immun for ever? Vamos ver!

Peru – Fazit

Reisezeit: Januar oder Juli?

Also, wie man auf vielen Bilder sieht und wie wir auch oft geschrieben haben: Strahlend blauen Himmel gibt es in den Anden im Januar nicht! Zelten und Wandern stark eingeschränkt; andererseits sind die Nächte im Juli (Winter, sternklarer Himmel) auch viel kälter.

Cusco im Regen hat aber auch etwas. Und wir hatten nie Probleme, irgendwo hinein zu kommen. Im Juli müssen viel mehr Menschenmassen unterwegs sein und es wäre wohl unmöglich gewesen, ohne lange vorherige Reservierung nach Machu Picchu zu kommen.

Auto und Straßen

Die Straßen sind die schlechtesten, die ich jemals gesehen und gefühlt habe. Brasilien ist dagegen ein Autofahrer-Traumland. Selbst auf gut aussehenden Teerstraßen muss man aufpassen: Es kann völlig unvermittelt ein riesiges Schlagloch kommen. Von den Schotterpisten oder Matschstraßen will ich gar nicht reden. Der Grund dürfte weniger die Finanzen sein, als vielmehr der Regen und die Frostsprengung in den Anden. Ohne 4WD wäre es nicht gegangen.

Reisen ohne Auto? Naja, ich bin ja ein großer Freund von der Individualität, die einem das Auto gibt. Aber manchmal ist das Rumgegurke echt ätzend. Insofern wäre, wenn man das gleiche nochmal machen wöllte, Folgendes eine Alternative.

5 Tage Mietauto rund um Arequipa.

Flug nach Cusco, dort zu Fuß, Zug/Bus nach Machu Picchu

5 Tage Mietauto rund um Cusco – Valle Sagrado

Mit dem Zug von Cusco nach Puno (250 $):

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Bus zurück nach Arequipa.

Cuisine

Von allen südamerikanischen Ländern mit Abstand das beste und spannendste Essen. Und das zu akzeptablen Preisen. Irgendwann fliege ich mit einem Satz Klausuren nochmals nach Cusco und klappere alle gute Restaurant ab – in den Korrekturpausen!

Menschen und Armut

In Rio sehe ich die Armut in den Favelas als Anhängsel an die „Zivilisation“. Auf dem Land in Brasilen sieht man „Neubauern“, die versuchen, sich eine Existenz aufzubauen. Aber Arme in Brasilien sind historisch gesehen immer Flüchtlinge/Entwurzelte aus den Plantagen und Regionen der Ostküste.

In Peru sieht man Dörfer, Menschen, Landschaften, die wahrscheinlich genauso auch schon vor hunderten von Jahren aussahen. Und auf die gleiche Art werden die Felder bewirtschaftet. Hier sieht man also eine verwurzelte lokale „Armut“, die aber auf mich auch einen Eindruck der Würde ausstrahlt. Es gibt keinen Großgrundbesitz, keine Plantagen. Die Menschen scheinen mit dieser Art Leben über die Runden zu kommen.

Der Vergleich Brasilien – Peru ist spannend. Würde ich gerne mehr drüber wissen. Wenn ich mal Zeit habe, …