Ich habe meine Seele für einen Caipi verkauft!

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Ketogen – Monat 1 / Dona Marta

Der Duft von einem Glas frisch gepresstem Orangensaft. Frühstückstoast mit Erdbeermarmelade. Die Gerüche, wenn man einer Bäckerei vorbei geht. Alles Gründe dafür, dass ich diese Ernährung nicht auf Dauer machen möchte. Aber bis Weihnachten ziehe ich das durch. Danach könnte ich mir vorstellen, von No-Carb auf Low-Carb zu wechseln. Auch wenn das bedeutet, wieder aus der Ketose zu fallen.

Was ich nicht vermisse: Kartoffeln, Nudeln, Reis, Chips, Bier, Pizza.

Mein Frühstück: Entweder Rührei in Kokosfett mit z.B. Tomaten, Paprika, Frühlingszwiebel, Nüssen, Speck etc. Oder griechischem Jogurt mit Nüssen und etwas Papaya oder ein paar Erdbeeren. (Beides sind Obstsorten mit 7-8 g KH/100g. Äpfel und Mango liegen bei 11-12)

Nüsse sind hier zwar sehr teuer und wir Mitteleuropäer essen vergleichsweise wenig Nüsse. Zur sogenannten Mittelmeerdiät gehören Nüsse aber immer dazu. Paranuss, Walnuss, Macadamia und Pecan liegen bei 1-2 g KH/100g. Die esse ich täglich. Was nicht geht, sind Kastanie 13, Pistazie 5 und Cashew 7.

Wadenprobleme: Das Joggen habe ich seit zwei Wochen ausgesetzt, da sich massive Wadenprobleme zeigten. Die Verletzung vom letzten Sommer ist wieder aufgebrochen und morgens beim Aufwachen zeigen sich vermehrt Wadenkrämpfe. Ob das mit der Umstellung meines Körpers auf ketogen zusammenhängt oder ob ich als Radfahrer einfach jahrelang meine anderen Muskeln vernachlässigt habe … ? Über Nüsse nimmt man eigentlich Magnesium auf, aber vielleicht ist das zu wenig.

Radtour mit leeren Kohlenhydratspeichern?

Man kann lesen, dass auch Sportler, die sich ketogen ernähren, vor bestimmten Sportereignissen einmalig Kohlenhydrate zu sich nehmen, da die Fettverbrennung an sich zu wenig Energie liefen würde. Und eigentlich sich ja genau dazu unsere Kohlenhydratspeicher da: Viel schnelle Energie liefern!

So, da das mit dem Joggen wegfällt, bin ich am WE wieder mal meine Cristo Redentor Radtour gefahren:18

Muss erst eine lange Strecke durch die Südzone bis nach Flamengo, wo es sich dann sehr angenehm hinaufwindet bis zu einem ersten Aussichtsstopp.

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Das hier ist ein Kamm, wo es links und rechts runter geht:

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Blick ins Zentrum (Norden) von Rio:

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Dann geht es richtig hoch. Auf Halber Strecke (bei dem Knick) gibt es den Aussichtspunkt „Mirante Dona Marta“, den ich bisher immer ausgelassen hatte.16

Zu Unrecht! Blick links nach Flamengo, wo ich hochgekommen bin. Am gegenüberliegenden Ufer Niteroi, wo ich auch noch nicht war. Rechts der Pão de Açucar mit der Bucht von Urca.

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Von hier oben hat man einen tollen Blick auf den Stadtteil Botafogo mit dem beeindruckenden Friedhof (schwarz). Botafogo ist durch Berge vom Strand getrennt, wo zu Beginn auch niemand wohnen wollte. Dann ist auf dem Sand die Südzone entstanden, wo alle heute alle leben wollen. Grün ist ein Teil von Copacabana. Rot ist die – relativ befriedete – Favela Dona Marta. Gelb ist meine Schule.

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Die Tour verlief insgesamt problemlos. Weder meldeten sich die Waden, noch hatte ich das Gefühl, meine Muskeln kriegen keine Energie mehr. Davon war ich positiv überrascht. (Bin aber auch nicht sehr schnell gefahren).

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1. Spielewochenende Petrópolis

Die geniale Idee kam von W. Warum Mietautos? Lasst uns einen Bus mit Fahrer mieten! Das ist zwar preislich etwa genauso teuer wie zwei Autos … aber hey, kein Stress! Den hat der Fahrer!

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Petrópolis ist nicht ganz richtig. Es war ein hinteres Seitental (Val das Videiras), wo ich ein AirBnb-Haus/Anwesen für maximal 16 (wir waren 8) gefunden hatte für 600 € das Wochenende. Der Fahrer hat ein bisschen geflucht, bis er uns dann endlich da hatte, wo wir hin wollten.

Aber, Leute, ich kann euch sagen! Landsitze habe die hier! DAS können sie!!!

Die Auffahrt:

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Hinter dem Hauptbaus geht es hoch zum …

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… Billardraum:

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Dann noch eins höher zum „Chalet“, wo ich Single-Man mein Domizil hatte.161718

Blick vom Chalet hinunter zum Haupthaus:

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„Spielezimmer“ mit Kamin.

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Churrasco:

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Am Samstag einen Spaziergang ins/durchs Tal:

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Während die Mädels reiten waren …

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Eigentlich wollten wir auf den höchsten Berg hinauf. Der Weg auf Googlemaps war aber ein Privatweg. Erst am Ende unseres Weges fanden wir dann die Schilder, wo wir überall hätten hingehen können. 7

Egal! Es hat uns allen so gut gefallen, wir kommen wieder! Selbst der Busfahrer, als er uns am Sonntag wieder abholte, fand das Tal und das Anwesen so „legão“ … er wollte die Nummer des Vermieters.

Dois Irmãos

Die „zwei Brüder“ sind die nahesten Berge, die man von Rio aus erklimmen kann. An Wochenenden drängen sich mitunter Karawanen von Menschen dort hinauf und wieder hinunter. Letzten Sonntag auch wir:

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Es beginnt an der Favela Vidigal, wo man sich mit einem alten Bulli (!) die Favela hinaufkarren lässt. Es gibt keinen anderen Weg hinauf und für die relativ befriedete Favela ist dies eine willkommene Einnahmequelle. Von der Favela habe ich keine Fotos, da unser Guide uns gebeten hatte, dies nicht zu tun.

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Gleich zu Beginn wieder mal ein paar Micos:

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Ein erster Blick hinunter in die Favela Rocinha auf der anderen Seite …

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… an die sich zum Strand hin der Ortsteil São Conrado anschließt. Hier gab es zuerst nix, dann ein paar Häuser an den Hügeln, dann der Golfplatz und dann die Hochhäuser. Exemplarisch für so vieles hier.

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Nochmal Rocinha:

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Ich wiederhole mich: Es gab erst die Lagoa, dann ein paar Häuser in den Hügeln, dann die Trabrennbahn, dann die Hochhäuser …

Da, wo der rote Stern ist, wohne ich.

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Noch mal als Panorama-Foto: 13

Autobahnimpressionen

Ein paar Fotos aus dem Auto heraus. Was für Romantiker …

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Auf der Fahrt zurück gab es wieder mal so eine seltsame Stelle auf der Landkarte – siehe oben. Hier geht es von 1500 m auf 500 m runter. Da wird dann die Autobahn geteilt:

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Der Verkehr wird auf einspurig gebremst (Stau!) …10

[1000 m Differenz:]11

… nur um direkt danach wieder zweispurig zu werden. Hat aber den verständlichen Sinn, den Verkehr zu entschleunigen.1213

Wie gesagt: Autobahn!14

Was ist das da hinten? Ein Turm?15

Der Parkplatz dazu eigentlich gesperrt (hält sich aber keiner dran). 1718

Alt, halb zerfallen ein Monument aus der Aufbruchsphase. Rund herum Steingemälde, die den Fortschritt Brasiliens dokumentieren. Ihr könnt ja mal raten, was das letzte Bild darstellt!1920212223242526

Noch ein Ausblicksfoto. August ist hier der trockenste Monat, wie man sieht.16

Auf der ganzen Strecke nach unten ist Tempo 40 angesagt.

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Und mit vielen vielen Blitzeranlagen setzen sie das auch um. Hier fast nicht zu erkennen, aber alle Autos bremsen auf einmal … auf 30 ab.2930

Fast unten:

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Wieder ein Blitzer:

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Geschafft, nun sind wieder beide Fahrbahnrichtungen vereint.

Cachoeiras

Nicht weit von meiner Unterkunft entfernt gab es einen kleinen „trilha“ zu den 9 „cachoerias“ – Wasserfälle. Am Eingang muss man Eintritt zahlen und bekommt einen Zettel, den man bei Verlassen wieder abgeben muss.1345

Die Wege sind super instand gehalten und fast seniorenfreundlich – wenn man von der Steigung absieht.

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Brasilianische Kulturlandschaft rechts, Nationalpark links:8910111213141516

Eine prachtvolle pinke Flechte an einem Baum:

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Kaum ist man wieder unten, kommt die Sonne heraus.2122

Das letzte Bild gehört nicht zu der kleinen Wanderung sondern stammt von der Rückfahrt an einem Aussichtspunkt hinunter in die „Tiefebene“:

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Pousada das Astrapeias

Manchmal hat man das Glück und man hat alles richtig gemacht.

Der NP Itatiaia liegt da:

Bildschirmfoto 2017-08-06 um 21.38.17

Genauer: Da, wo der dunkle Fleck mit einer Hochebene und Bergen bis 2600 m ist. Da bin ich gar nicht hingekommen; das war dann doch zu weit weg von meiner Unterkunft. Aber das war mir vorher nicht so klar. Wäre sowieso nicht sinnvoll gewesen, da ja – wie gesagt – der Samstag der kühlste und sonnenloseste Tag seit langem war.

Bildschirmfoto 2017-08-06 um 21.38.48

Bei meiner Herberge war ich skeptisch, weil die Pousada weder nah am NP lag, noch in einem der beiden touristischen Orte dort. Stattdessen 5 km von der Teerstrasse entfernt an einer Piste, die Reisende als „horrivel“ beschrieben hatte.

Aber ich hatte mich in dieses Bild auf der Webseite Pousada das Astrapeias verguckt …

Bildschirmfoto 2017-08-06 um 21.52.26

… und damit alles richtig gemacht. Wenn ich jemals ein Haus bauen sollte, dann muss es so eine Feuerstelle haben!

Hier nochmals mein Lieblingsbild mit Fuß:

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Auf der Webseite gibt es zwar schönere – sonnigere – Bilder von der Unterkunft, aber hier ein paar meiner Bilder.

Rezeption und Restaurant:

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Meine Einfahrt:

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Die anderen Chalets – ohne Feuerstelle 😦2

Brücke zu meiner Seite:

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Da oben war meine Suite:

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