Brasília

Brasília, Reißbrettmetropole maßgeblich nach den Entwürfen von Oscar Niemeyer. Auf alten Fotos sieht man eine mehr oder weniger baumlose Steppe. Ich Vergleich dazu ist Brasilia heute recht „grün“, auch wenn auf allen Fotos der Rasen eher der ursprünglichen Steppe gleicht. Alle Seen sind aufgestaut und verändern natürlich das Mikroklima und den Wasserhaushalt  – vom Vergnügen abgesehen.

Der Stadtplan gleicht einem Flugzeug oder einem Vogel – je nachdem was man will.

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Unser Hotel war bei 6 – im Hotelviertel (logo!)

Frühstücksterrasse und Blick über die zentrale Achse:

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Wir steigen in einen Stadtrundfahrtbus. Impressionen der Hauptachse:

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Fernsehturm:(10) brasília - 8 von 37

Nationalbibliothek (10) brasília - 9 von 37

Nationalmuseum(10) brasília - 10 von 37(10) brasília - 30 von 37(10) brasília - 31 von 37(10) brasília - 11 von 37

Auswärtiges Amt (Palácio Itamaraty 3)(10) brasília - 12 von 37(10) brasília - 13 von 37

Palácio do Planalto (4)(10) brasília - 14 von 37

Nationaltheater(10) brasília - 15 von 37

Platz der drei Gewalten (7) mit Nationalkongress (2):(10) brasília - 7 von 11(10) brasília - 29 von 37(10) brasília - 28 von 37(10) brasília - 26 von 37(10) brasília - 25 von 37(10) brasília - 24 von 37

Die Kathedrale (7) – mit Autozufahrt!(10) brasília - 16 von 37(10) brasília - 17 von 37(10) brasília - 19 von 37(10) brasília - 5 von 11(10) brasília - 6 von 11(10) brasília - 21 von 37(10) brasília - 20 von 37(10) brasília - 22 von 37

Ein Wohnviertel im Seitenflügel.(10) brasília - 10 von 11

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Noch ein paar spätnachmittägliche Bilder von der Hauptachse:

(Das letzte Bild ist mein Lieblingsbild. Wirkt aber nur richtig, wenn groß. Achtet auf die Schatten!)

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Von Pantanal nach Brasília

Wir wollen nach Salvador in Bahia. Der nächste Flugplatz ist Campo Grande. Da alle Flüge von dort nach Salvador über Brasilia gehen, hatten wir beschlossen, einen Tag Zwischenstopp einzulegen und uns die Hauptstadt anzusehen.

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Der Flug geht spät abends und wir müssen von Porto da Manga (Stern) zuerst zur Landstraße (Oval), wo uns wieder der weißhaarige Busfahrer aufnehmen wird. Der fährt wahrscheinlich jeden Tag mit seinem Sprinter von Campo Grande nach Corumbá an der Grenze und zurück.

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Um zur Landstraße zu kommen, müssen wir erst nach Osten und dann 90° nach Süden. Man sieht hier nochmals den Rio Abobral, den wir von MS-184 aus losgepaddelt sind, und den großen Strom Rio Paraguay oben links.

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Wir setzten über auf die andere Seite,

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wo Fabians Auto auf uns wartet: ein echt „antiker“ Chevy (ehemaliger Krankenwagen). Aber ein „Super Auto“ – verspricht Fabian! Und Recht hat er, wie sich zeigen wird.

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Die nächsten Bilder lasse ich unkommentiert:

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Der Chevy hat das alles gepackt. Höher gelegter Lufteinlass, robuste Mechanik, kein Schnickschnack. Anyway, wir sind an liegengebliebenen VW Tuaregs vorbeigekommen – hehe! Vorsprung durch Technik?

Allerdings macht uns die Zeitplanung Sorge. Wir mussten den Bus um 16 Uhr an der Landstraße erreichen. Zum Glück gab es die Überschwemmungen nur am Anfang. Aber, wir hatten Zeit verloren!

Ein paar Tiere am Wegesrand:

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Das Alter des Chevy fordert Tribut. Die eine Radnabe quietscht lange vor sich hin und bricht schließlich kurz vor Ende der Fahrt. Uns fehlen nur noch 5 km. Wir könnten ja ein Taxi nehmen oder jemanden bitten, damit wir den Bus nicht verpassen. Wir haben nur noch 15 min. „Nein, nein, kein Problem. Ist in 10 min repariert! Und der Bus wird auch nicht pünktlich sein!“

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Zumindest hat er jede Menge Ersatzteile dabei:

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30 Minuten später:

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45 Minuten später sind wir dann an der Landstraße.

Der Bus ist noch nicht da – auf Brasilien ist eben doch Verlaß!

(Bemerkung: Anyway, anyhow: Dieses Teil an der Radnabe in 30 min auszuwechseln mit dem Werkzeug: Respekt!)

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Zum Rest gibt es keine Fotos mehr. Dass der Bus Verspätung hatte, war unser Glück; aber erst nach einer Weile rechnete ich nach, wieviele Kilometer noch vor uns liegen und wann unser Flugzeug startet. Ich war davon ausgegangen, dass Weißhaar wusste, dass wir diesen Flug bekommen mussten. Dem war aber wohl nicht so. Zumindest fuhr er ab dann wie der Henker durch die Nacht und setzte uns eine halbe Stunde vor Start am Flugplatz ab.

Geschafft! Spät nachts treffen wir in unserem Hotel in Brasilia ein:

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Rio Paraguay

Je nachdem, welches Kartenprogramm man benutzt, erhält man das Pantanal in der Trockenzeit

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oder in der Regenzeit:

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Aber auch das „Regenzeit-Bild“ vermittelt den Eindruck, es gebe einen klaren Unterschied zwischen Fluss und Grünland. Weit gefehlt!

Am Morgen des nächsten Tages starten wir zu einer Tour den Rio Paraguay hinauf zu einem der vielen Seitenarme.

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Zu dieser Jahreszeit muss es hier ein Paradies sein für Raubvögel. Alle paar Meter ein neuer Vogel. Abwartend, musternd, majestätisch:

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Nicht nur Vögel zieht es die Bäume hinauf, wie man sieht.

Die Landschaft öffnet sich und eine schier endlose Wasserweite zieht mich in seinen Bann, an deren Ende man die Anden erahnen kann. Mein erhabenster Moment der ganzen Brasilienreise. Ich bin glücklich!

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Rio Abobral – Tag 2

[Der letzte Beitrag liegt weit weit zurück, ich weiß. Erst kam das Abitur und dann fehlten Ruhe, Muße und Wille. Wir hüpfen jetzt ein halbes Jahr zurück in das mückenverseuchte Pantanal!]

Frühstück am Fluss. Immer noch viele Moskitos da – wie man an meinen Socken sehen kann. Erst so ab 9 Uhr am Morgen waren sie endlich alle schlafen gegangen.

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Auf ins Boot und weiter den Fluss entlang.

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Mittagspause. Der erste feste Flecken Boden seit langem. In der Trockenzeit werden hier Kühe gehalten, jetzt – ist zumindest keiner da.

Stefan rettet heldenhaft eine Katze, die zum Dank am liebsten mitfahren möchte.

(Man achte auch Stefans Arm!)

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Nach ein paar weitern Stunden paddeln gelangten wir an einen fast mystischen Ort. Ein paar Holzbaracken auf Stelzen in einer weiten Wasserlandschaft. Auch grasen in der Trockenzeit Kühe. Jetzt gleiten wir durch den Vorgarten …

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Hier erwartet uns ein zweites Motorboot, welches die beiden Kanus in den Schlepptau nimmt. Die letzten Kilometer nach Porto da Manga erfahren wir dann, wie das Küchenmotorboot auf einmal zu einem elegant dahinsausenden Schnellboot wird.

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Unser Hoteleingang:

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Der örtliche Verkehrskreisel:

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Der Vorhof des Hotels:

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Der Anlegesteg des Hotels … Moment mal! Wir hätten trockenen Fußes ins Hotel gelangen können?

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Kleine Spritztour zum Sonnenuntergang – ein bisschen Kitsch muss sein!

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Rio Abobral – Tag 1

Zu sagen: „Wir verlassen jetzt die Zivilisation“ trifft es nicht richtig angesichts unseres rustikalen Campingplatzes – aber irgendwie dann doch. Kurz nach dem Frühstück wurden wir vor der Haustür – am Fluss Abobral – abgeholt von Fabian (Guide und Dolmetscher) und Leandro (Navigator und Koch). Fabian mit uns in Kajaks, Leandro mit allem Gepäck in einem Motorboot meist weit hinten außer Sicht- und Hörweite.

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Ziel ist es, den Abobral nach Westen zu paddeln, bis man auf den großen Strom Paraguai stößt und von dort nach Norden zu dem Örtchen Porto Manga:

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Wir starten bei (6) und wollen zur (1):

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Unsere Lieblingsvögel wurden die Eistaucher, größer als in Deutschland, aber genauso schwer vor die Linse zu bekommen.

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Wovon es Massen gibt, das sind die Kormorane. Sitzen auf einem Baum und wenn man näher kommt fliegen sie weg – nach vorne. Ein paar Minuten später hat man sie wieder und wieder fliegen sie weg. Dabei werden es immer mehr, so dass man schließlich den Eindruck hat, man würde eine Bugwelle von Kormoranen vor sich her treiben.

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Zu Anfang gab es noch Ufer rechts und links von uns. Das verschwand nach und nach. Eigentlich dachte ich, wir kämen zu Beginn der Trockenzeit und die Wasserpegel seien schon etwas gefallen. Dem war aber nicht so. Im Gegenteil, wir hatten Höchststand.

So um 15 Uhr kamen wir an diesen Platz. Eine Anhöhe mit ein paar Quadratmetern trockenes Land. Unsere Guides meinten, das sei unser Platz für die Übernachtung. Stefan und ich wollten aber gerne noch etwas weiter. Die beiden diskutieren, meinten dann aber, es sei besser hier zu bleiben. Die nächste trockene Stelle sei noch sehr weit weg. Das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung – am nächsten Tag merkten wir, dass das noch gut 2 bis 3 Stunden gewesen wären.

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Tja, was macht man noch so früh am Tag?

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Sei völlig ungefährlich. Kaimane würden immer abhauen. Und bei dem hohen Wasser gäbe es auch nur wenige Piranhas, und die würden nur interessiert sein, wenn man z.B. eine blutende Wunde hätte.

Inzwischen hatten die beiden etwas hinter dem Zaun entdeckt:

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Nach dem Baden sollten wir uns nützlich machen und das Abendessen besorgen:

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Mein Fisch sei leider nur für eine Suppe gut, aber nicht zum Grillen. Lecker seien Piranhas. Sagte es, nahm die Angel, ein Stück Fleisch, warf die Angel rein … keine 10 Sekunden später: Viola: Ein Piranha! Stefan und ich guckten uns an: Okay, das ging jetzt doch sehr schnell … Ich dachte hier seine nicht so viele!

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Ich muss allerdings hinzufügen, dass es bei diesem einen Fisch blieb. Ich versuchte noch eine knappe Stunde lang, einen weiteren zu fangen, was mir aber gründlich mißlang. Bin eben Pädagoge und nicht Fischer! Egal, dann erkundet man noch ein wenig die Gegend:

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Dann wurde üppigst gegrillt und gespeist. Und dann wurden wir verspeist.

Es gibt von dem weiteren Tag keine Fotos mehr – eigentlich schade. Wir wussten, die Moskitos würden kommen. Aber am Campingplatz Santa Clara war das eher harmlos gewesen. Und nach Ende der Dämmerung war es im Wesentlichen auch vorbei.

ABER HIER NICHT!

Drei verschiedene Sprays und Repellents – gefühlter Effekt: Nix! Oder mathematische ausgedrückt: Selbst wenn diese Mittelchen 95% der Moskitos abhalten, so sind die restlichen 5% immer noch verdammt viele! Wo kommen die nur alle her? Offensichtlich sind wir im Umkreis von Meilen die einzigen warmblütigen Leckerbissen.

Irgendwann war dann Schluss mit lustig und wir sind um 19 Uhr ins Zelt. Das an sich war ein logistischer Akt! Denn inzwischen waren bereits hunderte im Vorzelt versammelt, so dass es unmöglich war, ohne Viecher ins Innenzelt zu kommen. Die nächsten 20 Minuten verbrachten wir dann im Innenzelt mit einer gezielten Killorgie. Die Buchzuklapp-Methode erwies sich als sehr effektiv. Ihr solltet mal die Buchseite in Stefans Buch sehen.

Stefan schaffte es, die Nacht im Zelt ohne Klogang zu überstehen. Ich nicht. Und ich kann euch sagen: Auch nachts um drei waren sie alle alle noch da! ARGHH!

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Santa Clara – „Unternehmungen“

Zum Frühstück – ohne Reis und Fejão – lässt man den Foto besser nicht aus der Hand.

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Nun bleibt es erst einmal auf dem Gelände und es kommt das, worauf ich mich 20 Jahre lang gefreut habe … („Hu“a!“ würde der Ausguck der Piraten in Asterix sagen.)

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Auf dem Rückweg von diesem … tollen Ausritt – Aufregung! Bewegung! Foto raus! Ein kleiner Ameisenbär flüchtet vor uns auf einen Baum. Fotomodell wider Willen!

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(Das sind nur die 4 besten Bilder. Hatten dazu wohl knapp 100!)

Nach dem Mittagessen – mit Reis und Fejão – geht es auf Jeep-Safari. Kaimane quasi an jeder Brücke und auch – oh! – dort, ein Tukan. Oha! Noch ein Tukan – und da, noch einer …

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Dann sieht unser Guide „Adlerauge“ hinter einer Baumreihe in ziemlicher Entfernung einen großen Ameisenbär:

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Kommt leider auf Fotos nicht so gut rüber – zumindest bei den Fotoapparaten, die wir besitzen. Danach wird abgestiegen und es geht in ein „Wäldchen“. Und tatsächlich sehen wir auf mehreren Bäumen weit oben einige große Affen:

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Mein Lieblingsbild:

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Es wird dämmerig, als wir zum Jeep zurückkommen. Es großer Scheinwerfer wird an die Auto-Batterie angeschlossen und wir sehen noch ein paar kleine Rehe (ruckzuckweg), ein Gürteltier (auch schnell wieder weg) und eine Schlange (nicht ganz so schnell):

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Um Acht zurück zum Abendessen  – mit Reis und Fejão!

Santa Clara – Ankunft im Pantanal

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Nach Bonito folgten vier Tage Pantanal – die große Wasser-Sumpf-Landschaft im Matto Grosso. Die Gegend hier liegt weit landeinwärts, aber nur etwas mehr als 100 m über Meeresniveau. Das Wasser, welches hier von allen Seiten hinein fließt, kann nur langsam nach Süden abfließen im Rio Paraguay. Der endet schließlich bei Buenos Aires im Atlantik. Diese vier Tage hat Martin Arn von GoPantanl für uns organisiert komplett mit Transfers, Unterkünften, Ausflügen und Führern:

Webseite: GoPantanal

Nach dem Frühstück ging es 1 Stunde in einem Fiat Duplo nach Norden. Café-Pause. Warten auf den „Bus“. Mit einem Mercedes Transporter mit einem weißhaarigen Fahrer wie aus dem Bilderbuch, der anscheinend jeden Tag einmal von Campo Grande nach Corumbá und zurück fährt, ging es dann weiter 1 Stunde nach Westen. Umsteigen in ein 4WD. Wir überqueren den Miranda – ab hier sind wir im Pantanal:

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Unser Ziel ist die Pousada und Camping Lodge Santa Clara:

Webseite: Santa Clara

Die Pousada sieht so aus:

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Hier sind wir aber nicht, sondern einen knappen Kilometer weiter im Abschnitt „Camping“. Da waren wir erst skeptisch, war aber ein Glücksgriff. Liegt direkt an einem Fluss und die ersten weiteren Besucher sind auch schon da.

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Das Haupthaus hat oben einen Schlafsaal. Wir waren aber in der ersten Nacht alleine da! Ähem, die Sachen da gehören alle uns – will sagen: alle Stefan, welcher drei Betten in Beschlag nahm. Unten gibt es einen offenen Kochbereich, wo für uns alleine am Abend gekocht wurde: Nudeln, Huhn und natürlich Reis und Bohnen (fejão). Die Bar daneben war auch geöffnet – nur für uns.

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Zum Campingplatz gehört ein – quasi zahmes Haustier. War immer da und hat immer aufgepasst auf uns:

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Der Anreisetag an sich war schon sehr ereignisreich. In der Dunkelheit ging es dann noch auf eine einstündige Bootsfahrt den Fluss hinauf. Natürlich immer auf der Suche nach Jaguaren – aber die sieht man nie. Trotzdem sehr spannend – leider aber nicht sehr fotogen: reflektierende Kaiman-Augen über der Wasseroberfläche.

Vögel gibt es hier wahrlich genug und die Fahrt führte an einem Schlafplatz vorbei von Hunderten, ach was: Tausende von wieauchimmerdieheißen. Sitzen da alle rum und pennen:

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Bonito – Boca da Onça

Dritter Ausflug in Bonito zum „Maul des Jaguars“ (Boca da Onça).

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Das Wetter wird endlich besser; genau richtig für diesen Wanderausflug hinunter in ein verwunschenes Tal mit unzähligen Wasserfällen. Wir fahren fast eine Dreiviertel Stunde bis wir an der Eco-Station ankommen. Die Fazenda sieht recht nett aus!

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Am Anfang teilt sich die Gruppe in zwei Teile: Die, die in die Schlucht hinunter wandern werden, und die, die – nun ja – „hinunter schweben“.

Auch hier gibt es wieder zuerst ein Sicherheitstraining. Da sind wir ja inzwischen alte Hasen:

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Zum Startort geht es mit dem Pickup. Aufundabsteigen aber bitte per Treppchen! Man sieht hier auf den Bildern gut das, was ich meinte, dass es wie die afrikanische Savanne aussieht.

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Noch ein kurzer Gang auf dem Hochplateau und dann … tja, willkommen ihr Schwindelfreien!

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90 Meter in die Tiefe. Au Weia! Und dann öffnet sich die Falltür und wir übergeben unser Schicksal in ein Stahlseil:

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Wer das Ganze als Werbevideo sehen will:

Webseite „Boca da Onça“

Unten in dem Tal gibt es dann nur grünen Wald und einen Pfad …

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… und Wasserfälle. Der erste ist gleich der berühmteste, denn von diesem kommt der Name der Fazenda. Na, findet ihr im ersten Bild das Maul des Jaguars?

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Manche Touristen würden für ein gelungenes Foto (Wasserfall und Abseilturm) wohl alles tun.

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Man kann hier auch ins Wasser gehen, aber weil es so früh am Tag doch sehr kühl ist, macht das niemand. Und unser Guide meint auch, der beste Platz zum Baden sei der letzte Wasserfall – Recht hatte er (siehe später). Erst mal genießen und dann weiter am Bach entlang –  genießen – bis zu einer kleinen Imbissstation:

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Nun geht es ein Seitental wieder hinauf und dabei an vier weiteren Wasserfällen entlang. Hier Nummer 2 mit und ohne doofem Touri:

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Nummer 3 mit dem bezeichnenden Namen „Fantasma“ = „Ghost/Geist“

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Nummer 4:

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Und zum Schluss Nummer 5 – der zum Baden!

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Wie kommt man da hinunter? Nein, nicht springen. Zurückgehen:

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Und wenn man hier weiter geht – ja, genau, immer weiter unter dem Stein durch …

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… man kann sich an dem Seil hindurchziehen und dann ist man wirklich da! Welch ein Spaß!

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Jetzt noch ein paar Impressionen vom Rückweg:

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Sehr, sehr empfehlenswert! Abschließend gab es hier noch ein gutes Buffet.

Bonito – Abismo Anhumas

Am zweiten Tag stand die Tropfsteinhöhle „Abismo Anhumas“ auf dem Plan. In die läuft man aber nicht hinein, sondern man muss sich abseilen (!)

Dazu muss man am Abend vorher ein Sicherheitstraining im Ort in einer Art Kletterhalle machen. Beim dritten Bild sieht man mich eine Technik austesten, bei der man sich selbst hochhievt: In gehockter Stellung die Hände mit dem „Schieber“ nach oben, dann den Körper strecken und man wuchtet sich hoch – idealerweise kommt dabei die Kraft aus den Beinen und nicht aus den Armen.

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Diesmal dauert die Taxifahrt eine halbe Stunde, dann sind wir da. Hier das Loch in der Erde – da geht es runter:

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Aus Sicherheitsgründen darf man sich nie alleine Abseilen, sondern immer nur zu zweit. Am Anfang ist es sehr eng und man muss sehr aufpassen. Dann geht es leicht – nur bei mir irgendwie nicht: Ich brauche unglaublich viel Kraft, um den Schieber zu lösen, so dass wir nach unten gleiten. Keine Ahnung, ob ich dazu zu doof war, auf jeden Fall hatte ich einen guten Krampf in meiner linken Hand, als wir unten waren.

So sieht es dann aus, wenn man unten ist:

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So sieht das auf dem Werbebild aus. Mag sein, dass das heller wird, wenn draußen die Sonne scheint, aber so leuchtend hell … ?

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Es dauert eine ganze Weile bis Alle und alles Gepäck unten ist. Denn auch hier kann man nicht herumlaufen, sondern nur … schnorcheln. Wir werden wieder in Neopren gepackt; diese Mal aber quasi als Ganzkörperkondom von den Zehen bis zu den Haaren. Leider haben wir beide vergessen Fotos zum machen. Und auch vom Schnorcheln gibt es keine Bilder. (Wenn ich mich recht erinnere, war Stefans Unterwasserkamera am Vortag undicht geworden und schlummerte nun im Hotel in einer Schachtel mit einem Kilogramm Reis.)

Vom Schnorcheln hatten wir uns mehr versprochen. Wir mussten quasi immer dem Führer hinterher schwimmen, denn nur der hatte eine Unterwasser-Taschenlampe und zeigte uns damit den Unterwasserteil der Höhle. Wenn man ein paar (!) Euro mehr ausgibt, kann man auch tauchen – und vielleicht sieht das dann so aus, wie auf diesem Werbebild:

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Das dauerte ungefähr eine halbe Stunde. Danach wurde man nochmals in ein Schlauchboot gesetzt und man sah die Tropfsteinhöhle nun in seiner ganzen Schönheit:

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Wer runter will, muss auch wieder rauf! Zwei ältere Japanerinnen wurden hochgezogen, wir mussten („durften“ aus Stefans Sicht) aus eigener Kraft hoch. Noch bin ich guter Dinge. Gestern klappte das eigentlich beim Training ganz gut.

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Aber 72 Meter (!) mit dieser Technik nach oben ist dann doch etwas anderes. Am Anfang war Stefan noch über mir, so dass mir andauernd seine Seile in die Quere kamen. Als wir dann gewechselt haben, wurde es besser. Trotzdem braucht man schon viel Kraft aus den Armen heraus. Das Hochhieven aus den Beinen geht leider nicht senkrecht nach oben, sondern immer auch seitlich, so dass man mit den Armen viel Stabilisieren und Geraderichten muss (oder ich mache was falsch). Wie auch immer: Ich war echt erledigt als wir wieder oben waren.

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Dafür schien zum ersten Mal die Sonne.

Wir waren uns beide hinterher nicht einig, ob diese Aktion nun ein Top oder ein Flop war. Die Erfahrung mit dem Abseilen, dem Schnorcheln und dem wieder Hochhieven will ich nicht missen. Aber bezogen auf die Erwartungen (siehe Werbebilder) und den Preis (910 R$ pro Person) war es zu wenig.

 

Bonito – Aquario Natural

Drei Wochen Reisen durch Brasilien. Den Anfang machte Bonito, ein kleiner sehr touristischer Ort in Mato Grosso de Sul tief im Westen, aber noch südlich des Pantanal – zu der Region kommen wir später noch. Hier aber schon einmal ein paar Bilder aus dem Flugzeug zur Einstimmung.

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Die hügelige Gegend rund um Bonito sieht dagegen völlig anders aus. Eine leichte Hügellandschaft mit Mais und Viehzucht – manchmal fühlt man sich an die afrikanische Savanne in der Regenzeit erinnert.

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Was Bonito so bonito macht, ist der Untergrund: Kalkstein! Unser erstes Ziel: eine flutuação – oder auf Deutsch: Schnorcheln im „Aquario Natural“ 10 min Taxifahrt. Als erste Attraktion sind da erst einmal die Affen auf dem Gelände.

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Ihr habt es auf den Bilder schon gesehen: Gutes Wetter hatten wir nicht am Anfang. Es war sogar ausgesprochen kalt mit 13 °C Lufttemperatur – im Wasser zumindest 20°C. Weil man aber auch bei 20°C Wassertemperatur auskühlt, wird man in Neopren eingepackt:

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Letzteres Bild zeigt meine „Technik“ beim Schnorcheln als Brillenträger. Nicht perfekt, richtig scharf sehe ich nur auf einen Meter – aber besser als nichts.

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Jetzt wird erst einmal gelaufen zu einer Stelle, an der klares reines Wasser aus dem Boden kommt. Kalk und Magnesium sorgen dafür, dass Schwebeteilchen ausgefiltert werden, so dass man unter Wasser fantastische Sichtverhältnisse hat.

Seht und staunt!

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Die „Gelbflossen“ haben zwar dominiert, aber es gab auch noch ein paar andere Arten:

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Die meisten Fotos haben wir von dem professionellen Fotografen abgekauft, die letzteren sind von Stefan. Als er das letzte Foto unserem Führer zeigte, war er erst verwirrt, dann verdutzt und dann hellauf aus dem Häuschen. Das, was wie eine kleine Wasserschlange aussieht, war eine echte Anaconda im Babystadium.